Brot richtig einfrieren
Am besten friert man das Brot noch am selben Tag, an dem man es gekauft hat – so bleibt der frische Geschmack erhalten. Ob als ganzer Laib oder in Scheiben, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass man möglichst viel Luft aus dem Gefrierbeutel entfernt oder einen luftdichten Behälter verwendet. So bleibt das Brot frei von Gefrierbrand und verliert beim Auftauen nicht an Aroma.
Interessanterweise hat das Einfrieren noch einen Nebenbonus: Es verlängert nicht nur die Haltbarkeit, sondern kann auch dazu führen, dass Stärke im Brot in Ballaststoffe umgewandelt wird (Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und versorgen die nützlichen Darmbakterien mit Nährstoffen).
Brot auftauen, wie’s am besten geht
Der bekannte Bäcker Peter Reinhart hat eine unkomplizierte Methode entwickelt, die das Brot genauso frisch macht wie am Morgen – außen knusprig, innen weich. Und das Beste daran: Man kommt mit dem Gerät klar, das fast jeder zu Hause hat, nämlich der Mikrowelle.
So geht’s: Befeuchte ein sauberes Tuch leicht mit heißem Wasser und lege es auf den Drehteller der Mikrowelle. Darauf platzierst du dann das gefrorene Brot. Stelle die Mikrowelle auf eine Leistung von 750-800 W ein und erhitze das Brot für 30 Sekunden. Durch diesen kurzen Vorgang wird das Brot sanft erwärmt: Es gibt Dampf ab und nimmt gleichzeitig genau die richtige Menge an Feuchtigkeit auf, um seine ursprüngliche Beschaffenheit wiederzuerlangen.
Warum das feuchte tuch so wichtig ist
Das leicht nasse Tuch spielt eine echte Schlüsselrolle beim Auftauen. Es fängt die Feuchtigkeit ein, die das Brot freigibt, und sorgt dafür, dass das Innere schön weich bleibt, während die Kruste ihre Knusprigkeit bewahrt – fast so, als käme es frisch aus dem Ofen.
Natürlich gibt es auch andere Methoden, gefrorenes Brot aufzutauen. Du könntest es bei Raumtemperatur auftauen lassen oder direkt in den Toaster schieben. Aber wenn du es eilig hast, ist Peter Reinharts Methode der schnellste und effektivste Weg.
Mehr als nur länger frisch
Brot einfrieren und auftauen macht nicht nur Spaß und spart Lebensmittel, sondern kann auch positive Effekte für unsere Verdauung haben. So genießt du jederzeit Brot, das fast frisch vom Bäcker wirkt – und das bei minimalem Aufwand.
Ob körnerreiches Vollkornbrot oder klassisches Weißbrot – diese Methode funktioniert für alle Varianten und sorgt für maximale Flexibilität im Alltag. Indem wir uns bewusst mit der Aufbewahrung und Zubereitung unseres Brotes beschäftigen, leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Vermeidung von Abfällen, sondern tun auch uns selbst etwas Gutes.